Neurologische LONG-COVID-Symptome und Studienlage

  • chronische Erschöpfungssyndrom,

  • Schmerzen, Konzentrationsstörungen

  • Gedächtnisprobleme

  • Schlafstörungen

Image by CDC

Nach überstandener COVID-19-Erkrankung leiden viele Patienten weiter an den Folgen der Infektion. Die Dauer und die Intensität der Symptome sind vom Patient zu Patient unterschiedlich. In der Regel aber dauern die o.g. Beschwerden mehrere Wochen bis Monate. Bereits im Sommer 2020 zeigten die ersten Studien, dass die Symptome nach einer akuten SARS-COV-2-Infektion weiter existieren können. Vor allem die neurologischen Spätfolgen verursachen ein großes leiden bei den meisten Patienten. 

 

Besonders hartnäckig und langanhaltend scheinen neurologische Symptome jedoch bei COVID-19-Patientinnen und -Patienten zu sein, die einen schweren Verlauf der Infektionskrankheit hatten. Deutliche Einbußen der Lebensqualität werden beschrieben. Eine französische Studie  erfasste die Lebensqualität von COVID-19-Patientinnen und -Patienten mit schweren, intensivpflichtigen Krankheitsverläufen. Die dokumentierten 19 Patienten gaben nach drei Monaten alle einen deutlichen Lebensqualitätsverlust an: 89% klagten über Schmerzen, 47% über eine eingeschränkte Mobilität durch Muskelschwäche und 42% über Angstzustände und Depression.

Die österreichische Studie von Dr. V. Rass (Universitätsklinik Innsbruck) beschreibt bei jedem sechsten Patienten neurologische und neuropsychiatrische Manifestationen, die drei Monate nach der Akuterkrankung noch anhielten.

  • Geruchsstörungen, Polyneuro- und -myopathien
    Drei Monate nach der überstandenen Akuterkrankung zeigten 15% der Teilnehmer noch neurologische Symptome. Am häufigsten (45%) wurde eine Störung bzw. Verlust der Geruchswahrnehmung diagnostiziert. ​​

  • 12% leiden an Polyneuropathien und Myopathien.

  • In Einzelfällen wurden auch schwere Symptome eines Guillain-Barré-Syndroms und eines Schlaganfalls beschrieben.

  • Bei jedem 3. Patient war die Lebensqualität nach 3 Monaten noch eingeschränkt.
    (Vergesslichkeit, Konzentrations- und Denkschwierigkeiten, Depressionen (11%), Angst (25%) und Posttraumatische Belastungsstörungen (11%).
     

Neurologische Symptome auch nach milden COVID-19-Verläufen

In einer US-amerikanischen prospektive Studie aus Chicago (100 Teilnehmer) mit mildem Verlauf in der Akutphase klagten die Patienten 6 Wochen und länger nach der Infektion weiterhin über anhaltende neurologische Beschwerden.

Quellen: https://www.gelbe-liste.de/ & DGN