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Long COVID-19/ Post-COVID-19 (PCS)

Nach einer überstandenen Viruserkrankung halten die neurologischen Symptome an. Die am häufigsten bisher beschriebenen Beschwerden sind das chronische Erschöpfungssyndrom, Schmerzen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme und Schlafstörungen. Dabei ist die Dauer und die Intensität der Symptome von Patient zu Patient unterschiedlich. Von mehreren Wochen bis zu einem Jahr können sie anhalten. 

Bereits in der Frühphase der COVID-19-Erkrankung sind  neurologische Symptomen auffällig. Typisch sind Geruchs- und Geschmacksstörungen, aber auch Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und das sogenannte Fatigue-Syndrom (dauerhafte Erschöpfung und Abgeschlagenheit) treten während der Viruserkrankung häufig auf. Darüber hinaus kommen sogenannte Enzephalopathien (Bewusstseinsstörungen und Störungen der Hirnfunktionen) bei COVID-19, gerade bei schweren Verläufen, recht häufig vor. Auch lebensbedrohliche neurologische Komplikationen können während oder direkt nach einer COVID-19-Erkrankung auftreten, wie z.B. Schlaganfälle oder das Guillain-Barré-Syndrom.

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01

Schmerzen

Neu aufgetretene, primär chronische Schmerzen sind ein häufiges Symptom im Rahmen von Post-/Long-COVID-Syndrom. Dazu gehören Kopfschmerzen, Muskel- und schmerzen, Nervenschmerzen.

02

Riech- und Geschmackstörungen

Der plötzliche Verlust von Geruchs- und/oder Geschmacksinn bzw. Riechverdrehungen und Riechhalluzinationen sind typische Symptome bei PCS. Die Störungen bilden sich bei den meisten Patienten innerhalb von 1-2 Monaten wieder weitgehend zurück. 
Um einen Riechverlust feststellen zu können, werden Tests durchgeführt, bei denen Duftstoffe vor die Nase gehalten werden, deren Geruch dann benannt werden muss. 

Mann, der Wein riecht
Morgenmuffel

03

Permanente Müdigkeit: "Fatigue"

Fatigue ist ein sehr häufiges Symptom im Rahmen von Post-/Long-COVID.
Fatigue ist eine subjektiv oft stark einschränkende, zu den vorausgegangenen Anstrengungen unverhältnismäßige, sich durch Schlaf oder Erholung nicht ausreichend bessernde
subjektive Erschöpfung auf somatischer, kognitiver und/oder psychischer Ebene. 

04

Kognitive Defizite

Kognitive Defizite treten sowohl früh als auch im weiteren Verlauf nach COVID-19 auf. Sie betreffen häufig das Planungsvermögen, die Konzentration,
Gedächtnisleistungen und/oder Sprachleistungen.
Die Betroffenen können sich nicht mehr so lange konzentrieren, auch haben sie nicht mehr “alles auf dem
Schirm" oder können sich schlecht Sachen merken oder manche Wörter fallen ihnen nicht so leicht ein.  

 Junge Frau Nachsinnen
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05

Schlafstörungen

Viele COVID-19-Genesene berichten über Schlafstörungen und als Folge davon über erhebliche Tagesmüdigkeit oder Schlaflosigkeit. Dabei kommen Ein- und
Durchschlafstörungen am häufigsten vor.

Ob und inwiefern dies die direkten Auswirkungen der SARSCoV-2-Infektion oder Folge von beunruhigenden Nachrichten, Angst vor Erkrankung, verändertem Alltag und weiteren Stress- und psychischen Belastungsfaktoren sind, ist noch ungeklärt.